[BSOVisualisationStudio] Visualisierung (Endbenutzerhandbuch)


Monitorbilder sind Visualisierungsbilder die die Anlage nicht aus der physikalischen Perspektive anzeigen sondern eher aus einer logischen.

Monitorbilder,

  • geben Auskunft welche Geschäftsprozesse an welchen Anlagenteilen aktiv sind (Produktionsauftrag, Kommissionierauftrag..),
  • zeigen die wichtigsten Informationen aus den Geschäftsobjekten an (Mengen- und Stückzahlen, Zielinformationen...),
  • zeigen welche Funktionen gerade auf der Anlage ausgeführt werden.

 Diese Informationen werden mittels Prozessmodulbildern angezeigt:


Das Prozessmodulbild (1) wird in Form eines Rechtecks mit verschiedenen Bereichen dargestellt:

 

Funktionen

Aktive Funktionen (2) werden rechts unten angezeigt. Per Kontextmenü oder Steuerungsdialog können Sie Einfluss auf die aktive Funktion nehmen. Funktionen werden entweder von Workflowknoten gestartet wenn das Prozessmodul durch eine Workflowgruppe belegt wurde oder in der Halbautomatik-Betriebsart.

 

Belegung durch Workflowgruppe

Im Geschäftsobjektbereich (3), werden die wichtigsten Informationen über den aktuellen Geschäftsprozess angezeigt. Per Kontextmenü unter der Kategorie "Produktion, Planung & Logistik" können Sie das entsprechende Geschäftsobjekt öffnen (z.B. Navigation zum Produktionsauftrag, Lieferschein,...). 

Die Verbindung zu den Geschäftsobjektdaten erfolgt indirekt über die Workflowgruppe, die dieses Prozessmodul belegt hat (mehr dazu im Abschnitt Laufzeitverhalten). Um den aktiven Workflow anzuschauen, dessen Workflowgruppe dieses Prozessmodul belegt hat, öffnen Sie den Workflowdialog per Kontextmenü.
Umgekehrt bedeutet dies, wenn keine Geschäftsobjektdaten angezeigt werden, ist auch kein Workflow aktiv.

Die Belegung des Prozessmoduls durch die Workflowgruppe kann auch aufgehoben werden indem der Befehl "Reset" per Kontextmenü ausgeführt wird. Achtung: Workflowgruppen, die abgearbeitet wurden, führen diesen Reset selbst durch. Daher ist diese Befehl nur in Ausnahmefällen notwendig, wenn der Workflow nicht mehr geladen sein sollte!

Aktive Workflows können zudem alternativ in der Prozesssteuerung angezeigt und beeinflusst werden.

 

Vorübergehende Deaktivierung eines Prozessmoduls

Damit Workflowgruppen nicht ein bestimmtes Prozessmodul belegen können, schalten Sie per Kontextmenü die Betriebsart auf Handbetrieb um. Es erscheint das gelbe Handbetrieb-Symbol (4)

 

Alarme

Alarme werden durch das gelbe Warndreick signalisiert.


Funktionen können manuell gestartet werden ohne die Verwendung von Workflows. Selektieren Sie dazu das Prozessmodulbild und öffnen Sie den Steuerungsdialog. Wechseln Sie in die Registerkarte "Funktionen" und selektieren Sie die Funktion in der Funktionsliste (1) die Sie starten möchten:

 

Funktionen können mit unterschiedlichen Parametersätzen gestartet werden. Selektieren Sie in der Parametersatzliste (2) den entsprechenden Parametersatz aus.

Füllen Sie die notwendigen Prozessparameter in der Parameterliste (3) aus und starten die Funktion mit der Taste "Funktion starten". Hinweis: Die Taste wird freigegeben, wenn alle Pflichtparameter ausgefüllt sind und die Funktion nicht aktiv ist ( Blau/Graue Farbe ). Nachdem die Funktion erfolgreich gestartet wurde, wechselt die Farbe auf  grün 

 

Komplexe Werte

Manche Parameter die nicht als Text oder Nummer eingegeben werden können weil es komplexe Datenstrukturen sind müssen mit einem passenden Editor editiert werden (z.B. Routeninformationen). Drücken Sie in so einem Fall die Taste "Editiere komplexen Wert"(5).


Farbsymbolik

Der Zustandsautomat einer Funktion ist entsprechend des ISA-S88-Standards umgesetzt. Die Zustände werden nach dem folgenden Farbschema symbolisiert:

 

Ausnahme: Tritt ein Alarm auf, dann wird die Funktion  ROT  und übersteuert die normale Zustandsfarbe!

[Begriffe] die in rechteckigen Klammern gesetzt sind, sind Befehle, die Sie per Kontextmenü ausführen.

Achtung: Nicht jede Funktion unterstützt alle Zustände und Transitionen. 

 

"Reset"-Befehl

Der Reset-Befehl ist bei den meisten Zuständen erlaubt und ist Abhängig von der Implementierung der entsprechenden Funktion. "Reset" überführt die Funktion in den Zustand "Inaktiv". Dabei wird ein "Erledigt"-Signal zu dem aufrufenden Workflowknoten gesendet. Dieser wird dann auch beendet und der Workflowablauf läuft weiter.

 

"Reset und Wiederholen"-Befehl

Gleiche Funktion wie der "Reset"-Befehl. Im Gegensatz zum "Reset"-Befehl, wird jedoch der aufrufende Workflowknoten erneut getriggert und diese Funktion nochmals wiederholt.

 

Parameteränderungen

Parameter die mit dem Start gesendet wurden können im Nachhinein nochmals verändert werden solange die Funktion noch aktiv ist.

Öffnen Sie dazu den Steuerungsdialog auf einer aktiven Funktion und wechseln Sie in die Registerkarte "Param.". Ändern Sie die entsprechenden Parameterwerte und Drücken anschließend die Taste "Sende geänderte Parameter".